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Chaptalisierung
John McCabe

Falls beim Wein bei der (ersten) Gärung der zu erwartende Alkoholgehalt unter 9,6% liegt, kann der Kellermeister mit Zucker (oder zeitweilig auch mit einem Konzentrat aus Traubenzucker) eingreifen bzw. den Hefen etwas mehr ‚Futter' liefern, um den Alkoholgehalt durch diese geförderte Gärung zu erhöhen. Dies wird als Chaptalisierung bezeichnet. Er strebt allgemein ca. 10,5 bis 11,5% an, jedoch nicht mehr, da die zweite Gärung in den Flaschen weitere ca. 1,3% bedingen wird. Da der (gesetzlich) maximale Alkoholgehalt bei Champagnern letztlich nicht 13% überschreiten darf, wird die Chaptalizierung vorsichtig angebracht. In besonders sonnigen Jahren ist die zusätzliche Zuckerung unnötig, da die Trauben in ihrer vollen Reife süß genug sind und somit die gewünschten Alkoholwerte selbst bedingen. Die Bezeichnung Chaptalisierung stammt vom Urheber dieses Verfahrens, Jean-Antoine Chaptal (1756-1832). Chaptal, ein Chemiker, diente Napoleon als ein Minister. Er beschriebt dieses Verfahren 1801 in seinem Werk namens "Traité theorique sur la culture de la vigne, avec l'art de faire le vin". Besonders für die Champagne mit ihrem verhältnismässig kühlen Klima, war die Einführung der Chaptalisierung äusserst vorteilhaft.

 

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