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Das Drahtkörbchen (Muselet, Agraffe)

korken01.jpg (2537 bytes)Ursprünglich wurden die Champagnerflaschen
mit Holzkeilen verstöpselt, mit einem in Öl getränkten Tuch umwickelt und zusätzlich mit etwas Wachs versiegelt. Dieses
Verschlussverfahren hielt aber dem großen Druck von etwa sechs Bar nicht lange Stand. Der
Verschluss wurde schnell undicht und der Champagner verdarb. Einige Zeit später setzten sich die Korkstöpsel durch, welche jedoch auch mit Hanfseilen gesichert werden mussten. Die Sicherheit und Festigkeit bei dieser Methode ließ nach wie vor zu wünschen übrig. Letztlich kamen einige Händler auf die Idee, statt des Hanfgeflechts ein Drahtgeflecht zu verwenden. Der geflochtene Eisendraht wurde mit einer Zange angebracht und verdrahtet. Der Nachteil: Das Öffnen der Champagnerflasche war nur mit einer speziellen Zange möglich, mit der man den Draht dann umständlich aufschnitt.


Alte Drahtzange (um 1900) mit Pinsel, um eventuelle durch Transport oder Lagerung entstandene Unreinheiten auf der Flasche elegant zu beseitigen.

Um das Öffnen der Champagnerflasche ohne Zange zu ermöglichen, wurde später zusätzlich ein kleiner, handlicher 'Ring' in den Draht eingedreht.
Das Anbringen des Drahtes war für den Hersteller früher eine langwierige, mühsame Arbeit. Heute erleichtert maschinell vorgeformter Draht das Anbringen dieser notwendigen zusätzlichen Sicherung des Korkens. 

Siehe auch Korken
Siehe auch Kapsel


 

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